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SIIVE-Jahrestagung 2021

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Unter dem Titel „Grenzen auflösen – Grenzen ziehen. Grenzbearbeitungen zwischen Er­zie­hungs­wis­sen­schaft, Politik und Ge­sell­schaft“ fand am 19. und 22. Februar 2021 die Jahrestagung der Sektion Inter­kulturelle und International Vergleichende Er­zie­hungs­wis­sen­schaft in der Deut­schen Ge­sell­schaft für Er­zie­hungs­wis­sen­schaft (DGfE) an der TU Dort­mund statt. Für Kon­zept und Durchführung der Tagung zeichneten das lokale Organisationskomitee an der TU Dort­mund – Dr. Magnus Frank, PD Dr. Thomas Geier, Prof. Dr. Sabine Hornberg und Dr. Lukas Otterspeer – in Zu­sam­men­arbeit mit den Vorsitzenden der SIIVE-Kom­mis­si­o­nen verantwortlich. Es wurde aufgrund der Co­ro­na-Pan­de­mie ein virtuelles Pro­gramm zur Teil­nah­me an der Tagung auf der Platt­form ZOOM ent­wickelt und an­ge­bo­ten. Rund 250 an­ge­mel­de­te Teilnehmende kamen im Rah­men der Tagung zu­sam­men und verteilten sich im Laufe der beiden Tage auf sechs Panels und sechs Sessions mit ins­ge­samt 36 Vorträgen, die das Tagungsthema in un­ter­schied­lichen Dimensionen und Modi der Grenzbearbeitung zur Diskussion stellten.

Nach der Begrüßung der Teil­neh­men­den durch die Vorsitzende der SIIVE, Prof. Dr. Claudia Machold (Wuppertal), die Dekanin der Fa­kul­tät Er­zie­hungs­wis­sen­schaft, Psy­cho­lo­gie und Bil­dungs­for­schung an der TU Dort­mund, Prof. Dr. Sabine Hornberg, sowie durch PD Dr. habil. Thomas Geier für das lokale Organisationskomitee folgte die erste Keynote der Tagung im Webinar-Format. Prof. Dr. Marcelo Parreira do Amaral (Münster) sprach zum The­ma „Knowledge Production in the New Geopolitics of Knowledge: Imagining and Transforming Higher Education“. Daran schlossen am ersten Tag Panels und Sessions zur Grenzbearbeitung in den Feldern von Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, trans­na­tio­na­len Berufsbiographien, situierten Wissensproduktionen, Rassismus und Di­ver­si­tät sowie Methode und Methodologie an. Der erste Tag wurde durch einen Abendvortrag von Prof. Dr. Eckhard Klieme (Frankfurt a.M.) be­schlos­sen. Er widmete sich der Fra­ge­stel­lung: „Die PISA-Studie: Fehlgeleitete Epistemologie und Verstrickung in einen bildungsindustriellen Komplex – oder (auch) Ins­tru­ment für wis­sen­schaft­liche For­schung und Kritik ge­sell­schaft­li­cher Verhältnisse?“

Den zwei­ten Tag eröffnete die Keynote von Prof. Dr. Katrien Van Poeck (Gent, Uppsala): „Co-creating (Better) Sustainability Education. Boundary Work between Practitioners, Policymakers and Re­searchers“. Daran schlossen Panels und Sessions zur Grenzbearbeitung in translingualen Praktiken, im inter­natio­nalen Fallvergleich (Per­spek­tiven auf Un­ter­richt in Hiroshima und Leipzig), in pä­da­go­gi­schen In­sti­tu­tio­na­li­sie­rungs­pro­zes­sen, in der Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­for­schung, in internationalisierten und globalisierten Räumen (EU, UNESCO) sowie im Kontext der Roma Education an.

In den Panels und Sessions wurde Ge­le­gen­heit zur intensiven Diskussion von Prozessen, Diskursen, Formen und Praktiken der Grenzbearbeitung in den Themenfeldern der drei Kom­mis­si­o­nen gegeben – Migrationsgesellschaftliche Be­din­gun­gen von Erziehung und Bil­dung/Inter­kulturelle Bil­dung, Vergleichende und Internationale Er­zie­hungs­wis­sen­schaft sowie Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Ein Großteil der Beiträge rekurrierte auf aktuelle öffentliche Debatten zu den The­men Di­gi­ta­li­sie­rung, Mi­gra­tion, Rassismus oder Nach­hal­tig­keit und stellte für erziehungswissenschaftliche In­teres­sen daran die politischen und ge­sell­schaft­li­chen Verflechtungszusammenhänge heraus. Deutlich wurde im Besonderen, dass Grenzen nicht nur Gegenstand er­zie­hungs­wis­sen­schaft­licher For­schung sind, sondern sich erziehungswissenschaftliche For­schung selbst – etwa in den jeweiligen Gegenstands- und Problembeschreibungen – als Bearbeitung pädagogischer, politischer und ge­sell­schaft­li­cher Grenzen ver­ste­hen und reflexiv in den Blick nehmen lässt.

Das für die Jahrestagung neue di­gi­ta­le Format hat sich gleichermaßen als stabil und flexibel für die ver­schie­de­nen Diskussionszusammenhänge bewährt. Auch im Medium der Online-Konferenz zeigte sich eine hohe Diskussionsbereitschaft. Der im Jahr 2022 im Verlag Barbara Budrich erscheinende Tagungsband wird die im Rah­men der Tagung begonnenen Diskussionen dokumentieren und vertiefen. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass auch auf dem kom­men­den DGfE-Kongress im Jahr 2022 zum The­ma ENT|GRENZ|UNGEN an einige der Tagungsdiskussionen angeschlossen wer­den kann.

 

Magnus Frank, Thomas Geier, Sabine Hornberg und Lukas Otterspeer

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.

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