Europäische Partnerschaften für Schulentwicklung (EPaD) (2026–2029): Eine wissenschaftliche Studie zu Herausforderungen, Chancen und Wirkungen
Projektlaufzeit: 01.01.2026 – 30.04.2029
Projektbeschreibung
Das Forschungsvorhaben untersucht das von der Europäischen Union für 2026–2029 als Pilotprojekt eingeführte Programm „Europäische Partnerschaften für Schulentwicklung“ mit dem Ziel, Erkenntnisse und Empfehlungen für die (strukturelle) Zusammenarbeit und nächste Programmperiode herauszuarbeiten. Dazu werden damit verknüpfte Herausforderungen, Chancen und Wirkungen auf unterschiedlichen Ebenen des deutschen Schulsystems aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive erhoben und analysiert.
Erasmus+ repräsentiert ein zentrales Element europäischer Bildungspolitik und -praxis. Es ist das unter den Bürgerinnen und Bürgern in der EU bekannteste europäische Bildungsprogramm, was nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen sein dürfte, dass angestrebt wird, dass jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben an einem Erasmus+-Programm teilgenommen haben soll. Es ermöglicht lebenslanges Lernen und trägt so zur persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie zur Stärkung der europäischen Identität bei. An der Realisierung von Erasmus+ in der Europäischen Union und weiteren ausgewählten Staaten sind zahlreiche Akteure auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene beteiligt, darunter Ministerien, Landesbehörden, Schulaufsichten, Schulen und europäische Partnerinstitutionen.
Bisher liegen nur wenige empirische Studien zur Umsetzung und Wirkung von Erasmus+ im Schulbereich vor. Hier setzt die wissenschaftliche Untersuchung „Europäische Partnerschaften für Schulentwicklung (EPaD) (2026–2029): Eine wissenschaftliche Studie zu Herausforderungen, Chancen und Wirkungen“ an, welche die systemische Ebene in das Zentrum des Interesses rückt.
Dabei sind folgende Fragen forschungsleitend für das hier gewählte Vorgehen:
1. Welche Herausforderungen ergeben sich für zentrale Akteure des Bildungssystems bei der Förderung von Erasmus+ und der Implementation des Programms „Europäische Partnerschaften für Schulentwicklung“?
2. Welche Chancen und welches Reformpotenzial bietet das Programm?
3. Welches Wirkungspotenzial entfaltet das Programm auf unterschiedlichen Ebenen des Schulsystems?
Die Studie wird im Zeitraum vom 01.01.2026 bis 30.04.2029 durchgeführt, gliedert sich in drei Teilstudien und folgt einem zirkulären, längsschnittlichen Forschungsdesign, das eine wissenschaftliche Begleitung bereits vor sowie während der Implementationsphase der Europäischen Partnerschaften für Schulentwicklung ermöglicht. Dies geschieht mithilfe der folgenden qualitativen Erhebungsmethoden:
• Leitfadengestützte Experteninterviews
• Gruppeninterviews
• Schriftliche Befragungen
• Teilnehmende Beobachtungen
Die Datenauswertung erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring sowie deduktiv-induktiver Kategorienbildung nach Kuckartz unter Nutzung der Software MAXQDA. Das zirkuläre Forschungsdesign erlaubt Rückkopplungsschleifen zwischen den Teilstudien, sodass Instrumente und Fragestellungen flexibel an Erkenntnisse sowie neue Entwicklungen und Veränderungen im Programmverlauf angepasst werden können.
Förderung




